Neuromuskuläre Therapie – NMT

Bei der neuromuskulären Therapie lernen Sie zusammen mit Ihrem Therapeuten anhand Ihrer genauen Haltungs- und Bewegungsanalyse das dreidimensionale Zusammenspiel von Haltung, Bewegung und Muskulatur in Ihrem Körper kennen.

Unterschiedlichste Faktoren, von der akuten Verletzung bis zu gewohnheitsbedingter Fehlhaltung (z. B. falsche Sitz- oder Schlafhaltung) führen zu muskulären Dysbalancen. Bestimmte Muskeln oder Muskelgruppen werden dabei verkürzt, andere überdehnt.

Gewebe, die über einen längeren Zeitraum unter Spannung stehen, werden starr, mangeldurchblutet und schließlich schmerzhaft. Darüber hinaus bilden sich in der Muskulatur so genannte Triggerpunkte, die Schmerzen in andere Körperteile projizieren, so dass Schmerzort und -ursache oft kaum noch identisch sind. So können Nackenschmerzen von Verspannungen der vorderen tiefen Halsmuskulatur ausgelöst werden, oder Triggerpunkte in der Gesäß- und Hüftmuskulatur führen zu Kreuzschmerzen, die bis in die Unterschenkel ausstrahlen können.

Ein alleiniges Mobilisieren oder "Einrenken" blockierter Gelenke oder Wirbelkörper reicht oft nicht aus, weil die muskuläre Dysbalance sich inzwischen verselbstständigt hat, die Fehlstellung aufrechterhält und zu chronischen Blockierungen führt.

Durch gezielte Behandlung in der Praxis mit gezielt abgestimmten Muskelaufbau und weiterführenden Übungsanleitungen, die Sie z. B. in Ihrem Fitnesscenter durchführen können, wird dieses gestörte Gleichgewicht wieder stabilisiert; eine Rezidivneigung wird dadurch deutlich verringert. So hat sich beispielsweise im Rahmen einer sportspezifischen Betreuung z. B. beim Golfsport in Zusammenarbeit mit erfahrenen Golflehrern die Erstellung eines individuellen Trainingsplanes unter Berücksichtigung haltungstherapeutischer Aspekte bewährt.